Pfadfinder?

Wir werden niemals müde, uns allen Klischees entgegenzustellen. Wer nicht nur Witze reißt, sondern wirklich fragt, bekommt immer gerne Auskunft. Wenn Sie also mal auf der Straße jemanden in Kluft begegnen, können Sie derjenigen eine Freude bereiten, indem Sie: einfach nur freundlich grüßen.


Wir möchten an dieser Stelle die Prinzipien unserer Arbeit & Lebensweise vorstellen. Dann können Sie gleich mit Detailfragen ins Gespräch einsteigen.


Die Pfadfindergesetze bestehen seit dem Beginn unserer Bewegung im Jahre 1907. Wir haben uns über viele Jahre dagegen entschieden, sie dem modernen Sprachgebrauch anzupassen. Daher gibt es immer ein wenig Kontext dazu.

I. Ein Pfadfinder ist zuverlässig.

Nein heißt nein, und ja heißt ja. Wir wollen verbindlich sein. In Wort und Tat.

II. Eine Pfadfinderin ist treu und gottesfürchtig.

Als konfessionsloser Verband interpretieren wir dieses Gesetz als Bekenntnis zu moralischen Werten oberhalb nüchterner Kalkulation.

III. Ein Pfadfinder ist jederzeit hilfsbereit.

Wer anderen hilft, hilft sich selbst auf dem Weg zum Humanismus. Ein reziproker Altruismus als Prinzip einer funktionierenden Gemeinschaft.

IV. Eine Pfadfinderin ist Schwester aller Pfadfinder und Freund aller Menschen.

Wir beginnen mit einem positiven Menschenbild und erachten alle Menschen als gleich. Und wo auch immer wir einen anderen Pfadfinder treffen, sind wir uns unserer gemeinsamen Basis bewusst.

V. Ein Pfadfinder ist ritterlich.

Von Zeit zu Zeit ist es nötig, die eigenen Bedürfnisse hinter die der Gruppe zu stellen. Dies geschieht in dem Bewusstsein, nicht ausgenutzt zu werden und einen wertvollen Dienst erbracht zu haben.

VI. Eine Pfadfinderin schützt Pflanzen und Tiere.

Wir leben in, von und durch die Natur. Wie dumm wäre es denn, sie zu zerstören. Ein Pfadfinder verlässt einen Lagerplatz immer besser, als er ihn vorgefunden hat.

VII. Ein Pfadfinder gehorcht aus freiem Willen.

Unsere Regelnn sind transparent, unsere Ausbildungen von hoher Qualität. Wer sich uns anschließt, lebt nach ihnen, weil die Gründe dafür verstanden wurden. Wer damit nicht zurechtkommt und anhaltend die Gruppe gefährdet, muss sich anderswo umschauen.

IIX. Eine Pfadfinderin ist immer frohen Mutes.

Wir wollen Selbstvertrauen stärken und Persönlichkeiten unterstützen. Naiver Optimismus ist damit nicht gemeint, sondern das Vertrauen, auch Hilfe annehmen zu können.

IX. Ein Pfadfinder ist einfach und sparsam.

Wir hinterfragen Konsum, Reizüberflutung und Wegwerfmentalität. Wir suchen das einfache Leben in der Natur.

X. Eine Pfadfinderin ist rein in Gedanken, Worten und Werken.

Mit diesen drei Mitteln treten wir unseren Mitmenschen gegenüber. Wir wollen verantwortungsvoll damit umgehen. Denn aus Gedanken werden Worte werden Taten. Ud umgekehrt.